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Foto: Jocke Berglund ( The Shell Wildlife Photographer of the year Competion is organised by the Natural history Museum and BBC Wildlife Magazine)
Diese Aufnahme wurde mit dem größten Wildnis-Fotograf des Jahres in Zusammenarbeit mit dem Naturgeschichte Museum und BBC Wildnis-Zeitschrift organisiert.
*Artikel mit Auszügen aus der Zeitschrift "Die Welt"
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Gudruns Geschenk
Stockaryd/ Schweden - Der Orkan hieß Gudrun, und als er voriges Jahr über Südschweden zog, schlug der Sturm eine breite Schneise in einen Fichtenwald nahe dem Dorf Stockaryd. Was später erst aus der Luft sichtbar wurde: Der Orkan und die Waldarbeiter mit ihren Zugmaschienen haben einen neuen Baum geschaffen - zumindest, wenn man von oben schaut.
Die Forststrasse, die ins Zerstörungsgebiet führt, wirkt wie ein dicker Stamm. Die braunen Traktorspuren, die seitwärts führen, sehen aus wie dicke Äste. Von ihnen scheinen weitere, dünnere Äste und Zweige in den rötlichen Waldboden zu wachse. So setzte sich der Sturm sein eigenes Denkmal, das so lange zu sehen sein wird, bis das Gebiet wiederaufgeforstet und zugewachsen ist.
Es geht um die Faszination, mit der das Überraschende den Menschen bereit für neue Wunder macht. Das Stoßen an die Grenzen von rationaler Erkenntnis und Wahrnehmung bringt Wunder hervor. Wunder haben aber auch manchmal eine heilsame Wirkung. Ob es das Rätsel des Denkens oder die unvorstellbaren Zeiträume der Erdgeschichte sind - sie zeigen uns als Teil der Natur und winzigen Augenblick der Evolution.
Das menschliche Bewusstsein ist aber wohl selbst das größte Wunder der Natur. Zeit und Raum, diese beiden Kategorien mit denen wir unsere Sinneseindrücke ordnen, sind allerdings keine lediglich individuelle Angelegenheit. Sie sind kollektive Strukturen des Denkens, allen Menschen gemeinsam, und damit Grundlage der Verständigung. So verstehen und erkären wir uns dadurch auch Naturwunder.
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